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Neue Magnesiumwerkstoffe machen Automobile leichter

05.04.2011: ThyssenKrupp


Die Technische Universität Bergakademie Freiberg und die MgF Magnesium Flachprodukte GmbH (MgF) haben im November letzten Jahres ein Warmwalzwerk für Magnesium eingeweiht. Sie erweitert eine innovative Produktionslinie für Magnesium-Flachprodukte, die die Universität gemeinsam mit MgF entwickelt hat. MgF, ein Unternehmen des ThyssenKrupp Konzerns ist einer der führenden Hersteller von Qualitätsflachstahl in Europa.

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Blick von der Gießwalzanlage auf das neue Walzwerk. (Bild: ThyssenKrupp Steel Europe)

Blick von der Gießwalzanlage auf das neue Walzwerk. (Bild: ThyssenKrupp Steel...

Prof. Dr. Bernd Meyer, Rektor der TU, erklärte in seiner Ansprache anlässlich der Einweihung: „Die Nutzung von Magnesium ist auch vor dem Hintergrund einer auf Nachhaltigkeit orientierten Ressourcenstrategie von wesentlicher Bedeutung. Als eines der am häufigsten auf der Erde vorkommenden Elemente sind die Rohstoffvorkommen von Magnesium nahezu unerschöpflich.“ Magnesium ist der leichteste metallische Konstruktionswerkstoff. Das Material hat nur etwa ein Viertel des Gewichts von Stahl und ist 35 Prozent leichter als Aluminium. Bauteile aus Magnesium sind vor allem für Automobilhersteller interessant, weil sie damit Gewicht sparen und CO2-Emissionen im Fahrbetrieb verringern können. Bislang wird der Werkstoff dort allerdings nur in Gestalt von Gussteilen, etwa im Fahrwerk oder in Getriebegehäusen und Motorblöcken, eingesetzt. Für großflächige Karosserieteile, bei denen das Leichtbau-Material viel mehr Gewicht sparen könnte, braucht man bezahlbare Magnesiumbleche.

Federführend bei der Freiberger Magnesiumforschung ist Professor Rudolf Kawalla, Direktor des Instituts für Metallformung an der TU Bergakademie: „Das Warmwalzwerk ist für unsere Forschung ein wesentlicher Fortschritt, um Magnesium zu einem Werkstoff für den alltäglichen Gebrauch zu entwickeln“, so Kawalla. Neben dem Fahrzeugbau können Magnesiumbleche auch im Maschinen- und Anlagenbau und in weiteren Industriebereichen, in denen es auf Leichtbau ankommt, eingesetzt werden.
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