Schnell wie die Feuerwehr
Thermische Trennverfahren haben beim manuellen Schneiden von Blechen Vorteile gegenüber den mechanischen Verfahren. Insbesondere die Plasmaschneidtechnik trumpft hier mit Schnelligkeit und Wirtschaftlichkeit bei der Bearbeitung.

Die neue CUTi-Reihe von Kjellberg überzeugt aufgrund des geringen Gewichtes mit ausgezeichnetem Handling beim Transport und Einsatz.
Die neue CUTi-Reihe von Kjellberg überzeugt aufgrund des geringen Gewichtes...
Das manuelle Plasmaschneiden kommt überall zum Einsatz, wo mit kleinen, mobilen Geräten präzise Schnitte mit Druckluft auszuführen sind. Dank moderner Invertertechnik benötigen die mobilen Plasmaschneidanlagen nur wenig Energie und überzeugen beim Transport und im Einsatz durch eine einfache Handhabung, da sie nur ein geringes Gewicht aufweisen. Es gibt auch Anlagen, die bereits einen Kompressor integriert haben und somit vollkommen unabhängig von extern zugeführter Druckluft arbeiten. Diese Plasmaschneidanlagen sind ideal für Baustellen, wo Druckluft nicht unbedingt vorhanden ist.
Üblicherweise werden von Hand Schnitte bis maximal 40 mm Werkstoffdicke ausgeführt. Sie können direkt am Bauteil auf der Baustelle oder am Einsatzort vorgenommen werden. Selbst geölte oder schmutzige Oberflächen, Blechdopplungen und rostige Oberflächen spielen für den Schneidprozess keine beeinflussende Rolle. In Abhängigkeit von der Blechdicke setzt der Anwender den Plasmabrenner einfach an der gewünschten Stelle an. Dies kann an der Blechkante oder mitten auf der Werkstoffoberfläche sein. Beim Einstechen sollte er den Plasmabrenner zunächst schräg ansetzen, damit die Schlacke beim Lochstechen besser weggeblasen werden kann und nicht an den Brenner spritzt. Die maximale Einstechdicke orientiert sich dabei an einer Faustformel. Diese besagt, dass in die Hälfte der mit diesem Gerät maximal trennbaren Werkstoffdicke eingestochen werden kann. Ist der Werkstoff durchstochen, lässt sich die gewünschte Kontur schneiden. Dabei ist das Schneiden nicht nur auf ebene Werkstoffe begrenzt, sondern es lassen sich auch räumliche Teile, zum Beispiel Behälter oder Karosserien, schneiden. Für schwierig zu erreichende Ecken gibt es besonders lange Verschleißteile, die das Schneiden ermöglichen.
Zubehörteile unterstützen manuelle Führung
In der industriellen Anwendung unterstützen Zubehörteile die manuelle Führung. Beispielsweise lassen sich mit Hilfe einer Kreisschneideinrichtung definierte Kreisausschnitte oder mit Schablonen alle gewünschten Formen exakt zuschneiden. Die Handhabung der Kreisschneideinrichtung ist sehr einfach und erinnert an einen Zirkel, in den der Brenner eingespannt ist. Auch Fasen lassen sich unkompliziert schneiden. Durch das Aufsetzen einer Fasenkrone können definierte Winkel an Blechen geschnitten werden. Dies ist häufig als Schweißnahtvorbereitung notwendig und mit Plasmatechnik schnell umgesetzt.
Auch die Schweißnahtnachbereitung ist mit einer wichtigen Funktion, dem Lichtbogenfugen, enthalten. Sollten beim Schweißprozess Fehler in der Schweißnaht auftreten, können diese sauber und schnell mit Plasmabrennern ausgefugt werden. Ein weiteres Einsatzgebiet dieser Funktion ist das Abschälen von Werkstoff. Transportösen, die später am Produkt nicht mehr notwendig sind, werden zunächst einfach abgetrennt. Oft bleiben kleine Rückstände in Form von Erhöhungen bestehen, da es schwierig ist, die aufgeschweißten Ösen direkt am Ansatzpunkt zu entfernen. Diese Erhöhungen lassen sich durch das Fugen einfach abschälen. Es ist wichtig, dass der Abstand zwischen Plasmabrenner und Werkstück konstant gehalten wird. Mit Distanzfedern, Abstandhaltern oder Räderwagen lassen sich diese Abstände einfach definieren. Der Bediener sollte darauf achten, den Plasmabrenner mit einer gleichmäßig schnellen Bewegung entlang der Kontur zu ziehen. Die Schneidgeschwindigkeit richtet sich dabei nach der Art und Dicke des zu trennenden Werkstoffs. Erkennbar ist, dass durch Plasmaschneiden wesentlich schneller geschnitten werden kann als durch autogenes Brennschneiden. Zusätzlich entfallen langwierige Vorwärmprozesse.
Special EuroBlech 2010
Im Mittelpunkt der weltweit größten Fachmesse für diesen Industriezweig stehen wegweisende Technologien für die Zukunft der Blechbearbeitung. Gezeigt werden unter anderem hochentwickelte Fertigungsprozesse sowie intelligente Lösungen für eine energieeffiziente Produktion.
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