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Für schnelle Pressenlinien

07.07.2009: Schuler


Experten sind sich einig: Flexible und schnelle Pressen sind ohne optimal angepasste Automatisierungslösungen kaum noch denkbar. Beides zusammen sorgt für höhere Hubzahlen und geringe Nebenzeiten. Ausbringungsmenge und Verfügbarkeit der Anlage steigen – gleichzeitig sinken die Verbrauchskosten.

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Mit der Weiterentwicklung des Crossbar Feeders erschließt Schuler neue Leistungsbereiche für schnelle Pressenlinien.

Mit der Weiterentwicklung des Crossbar Feeders erschließt Schuler neue Leistungsbereiche...

Schuler erschließt nun mit der Weiterentwicklung des 2006 eingeführten Crossbar Feeders neue Leistungsbereiche für schnelle Pressenlinien. Die Lösung für den Platinentransport überzeugte während der kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Tests in Göppingen durch hohe Ausbringungsleistung und kompakte Bauweise. Auch erste Markterfolge liegen vor: 31 Modelle des weiterentwickelten Systems wurden bereits nach Indien, Mexiko und innerhalb Deutschlands verkauft.

Simulatorteststand für neue Leistungsdimensionen

Der Aufbau des Teststands bei Schuler in Göppingen entsprach dem eines Simulators für Transferbewegungen, wie er in vielen Produktionswerken eingesetzt wird, um Rüst- und Produktionsanlaufzeiten zu optimieren. Auch die Einbauverhältnisse dieser Installation waren einer Produktionspresse angepasst. Ebenso wurden alle Werkzeugauflagen mit dem späteren Pressenabstand von nur noch 5.200 mm bereitgestellt. „In diesem realistischen Umfeld konnten wir alle Bewegungskurven vorab prüfen sowie Positionierungsgenauigkeiten, Schwingungen, Temperaturentwicklung und Motorströme messen“, erklärt Uwe Kreth, Abteilungsleiter Projektierung Mechanische Großanlagen bei Schuler Pressen. „Wir haben uns für den neuen Crossbar Feeder von Anfang an hohe Ziele gesteckt. Die Ausbringungsleistung sollte höher sein als beim Vorgängermodell – der benötigte Pressenabstand zugleich geringer“, so Kreth weiter. Die Tests bestätigten sehr schnell, dass beides erreicht wurde: Das neue Modell verfügt über eine max. Ausbringungsleistung von 15 Hüben/min bei einer mechanischen Pressenlinie und 17 Hüben/min bei einer Pressenlinie mit Servoantrieben – beides sowohl im Dauerlauf als auch im Einzelhub.

Erreicht werden diese neuen Leistungsdimensionen
im Zusammenspiel aus kompakter Bauweise und dynamischem Antrieb: Der weiterentwickelte Crossbar Feeder verfährt an einer Vertikalachse, die an den Ständern einer Presse montiert und mit einem verschleißarmen doppelten Zahnriemenantrieb ausgerüstet ist. Angetrieben wird dieses System von Torque-Motoren. Die kompakte Bauweise macht die neue Generation des Crossbar Feeders nicht nur extrem steif, sondern sorgt zudem dafür, dass der benötigte Pressenabstand jeweils nur noch 5,20 m beträgt. Optimiert wurde während des Tests auch die Toolingwechselvorrichtung. So gelang es, Ein- und Ausbauzeiten des Toolings zu verkürzen und Wartungssarbeiten zu optimieren. In weniger als fünf Minuten lassen sich jetzt Tooling und Werkzeuge der Gesamtanlage wechseln.

Sehr flexible Handhabung der Werkstücke

Offenbar bietet auch der neue Crossbar Feeder die bekannten Vorteile von Crossbar-Systemen: Die Werkstücke können direkt von Werkzeug zu Werkzeug transportiert werden – es gibt keine Zwischenablagen. Vier Horizontal- und drei Rotationsachsen sorgen für eine flexible Handhabung und Lage-Änderung der Blechteile. Eine Mehrfachteile-Produktion mit bis zu vier Teilen/Hub ist genauso möglich wie der Einsatz des Feeders mit Stahl- oder Aluminium-Bauteilen. Hinzu kommt, dass nur ein Tooling pro Lücke benötigt wird. „Der Crossbar Feeder hat ein Saugertooling, das großflächige und auch instabile Werkstücke sehr sicher über die gesamte Fläche transportiert. Die Außenhautoberflächen werden dabei geschont“, erklärt Uwe Kreth. „Moderne Pressenlinien mit Crossbar Feeder arbeiten gewissermaßen wie Transferpressen im Dauerlauf. Durch den sehr ruhigen Lauf der Anlage entfallen störende Kupplungsvorgänge. Dies schont Anlage und Werkzeuge und führt zu einer höheren Lebensdauer aller eingesetzten Komponenten.“

Fundamentkosten von Neuanlagen sinken

Kunden, die eine Neuanlage mit sehr hoher Ausbringungsleistung benötigen und deshalb auf die Crossbar Feeder-Technologie setzen, profitieren schon vor der ersten Inbetriebnahme. Durch den kurzen Pressenabstand und die schmale Bauform der Pressen
können Anwender viel Platz sparen und die hohen Kosten für das im Bereich der Pressen erforderliche Schwerlastfundament deutlich senken. Außerdem können durch den Einsatz des Crossbar Feeders alle Werkzeuge quer zur Durchlaufrichtung überbaut werden. So kann die Anlage für verschiedene Werkzeuggrößenklassen genutzt werden, ohne dass in eine größere Pressenkategorie mit entsprechender Hallengröße investiert werden muss.

Nach Einschätzung von Uwe Kreth kommt der Crossbar Feeder speziell bei der Blechumformung von großflächigen Teilen in den Presswerken der Automobilindustrie zum Einsatz. „Je nach Größe des Bauteils – vom Bodenblech über Kofferraumdeckel bis hin zu Motorhauben und Türen – ist eine Einzelteil-, Doppelteil- und Vierfachteilfertigung mit dem Crossbar Feeder möglich“, so Uwe Kreth. Die Kunden profitieren dabei von der Schuler-Erfahrung mit Crossbar-basierten Transfersystemen, die in die Weiterentwicklung des Produktes eingeflossen ist.
Bericht in folgenden Kategorien:
Feeder, Stufen-/Transferpressen

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