Trend zur Komplettbearbeitung gefolgt
Bei der Bearbeitung von Blechen bzw. Blechtafeln geht der Trend in der Stahlbranche heute eindeutig zur Komplettbearbeitung auf nur einer Maschine. Kaltenbach hat sich den speziellen Marktanforderungen gestellt und auf dieser Basis das Blechbearbeitungszentrum KF entwickelt.

Mit dem Blechbearbeitungszentrum KF 2512 können gleichzeitig zwei Teile in einem einzigen Bohr-Brenn-Vorgang gefertigt werden.
Mit dem Blechbearbeitungszentrum KF 2512 können gleichzeitig zwei Teile in...
Alle Maschinen der KF-Baureihe – darunter die 1606 und die 2506/2512 – verfügen standardmäßig über einen bzw. zwei Bearbeitungsköpfe sowie über HSS-Bohrer. Darüber hinaus sind die KF-Modelle sowohl mit Plasma- als auch mit Autogenbrennschneideeinheiten erhältlich und ermöglichen die automatische Gutteilentsorgung mittels Kipptisch. Bei der Materialmarkierung kann ein spezielles High-Speed-Contour-Marking-Werkzeug eingesetzt werden. Hierbei bringt ein Fräswerkzeug Daten auf das Material auf, die die weiteren Bearbeitungsprozesse wie beispielsweise das Anschweißen an einen Stahlträger erleichtern.
Materialdurchsatz erhöhen – Produktivität steigern
Mit seinen Maschinen der KF-Baureihe hat Kaltenbach einen neuen Trend bei der Blechbearbeitung gesetzt. Die unterschiedlichen Bearbeitungsschritte wie beispielsweise Anreißen, Körnen, Bohren und Brennen werden in einem einzigen Arbeitsschritt zeitsparend bewältigt und entfallen nicht – wie bislang üblich – auf verschiedene Maschinen. Darüber hinaus erübrigen sich die aufwendige Zwischenlagerung des Materials sowie der innerbetriebliche Transport von Maschine zu Maschine. Auf diese Weise erhöhen Unternehmen ihren Materialdurchsatz, steigern ihre Produktivität und sparen gleichzeitig Personal ein, das in anderen Bereichen eingesetzt werden kann.
Die Maschinen der KF-Baureihe sind – je nach Größe – mit einer bzw. zwei Bohr-Brenn-Einheiten ausgestattet, die jeweils mit bis zu sechs Werkzeugen bestückt werden können. Der Werkzeugwechsel erfolgt bei allen Modellen automatisch, die Werkzeugwechseleinheit besteht aus einem Tellermagazin, das zum Erreichen kürzester Wechselzeiten direkt am Bohrschlitten angebracht ist. An den Bohrerwechsel ist automatisch auch der Drehzahl- und Vorschubwechsel gekoppelt. Optional können bei allen Kaltenbach-Bearbeitungszentren anstelle der HSS-Bohrer auch Vollhartmetallbohrer eingesetzt werden. Dank programmierter Spindeldrehzahlen und Bohrvorschübe verkürzen sich die Programmier- und Einrichtzeiten der Anlage genauso wie die automatische Bohrerlängenerfassung mittels Laser.
Hohe Flexibilität dank integrierter Brennschneideinheiten
Ein ebenfalls entscheidender Vorteil der KF-Blechbearbeitungszentren, der für mehr Effizienz sorgt, sind die integrierten Brennschneideinheiten. Bei der Bearbeitung wählt der Anwender zwischen der standardmäßig eingebauten Autogen-Brennschneideinheit und einer optional erhältlichen Plasma-Brennschneidanlage. Auf diese Weise verfügt er bei der Bearbeitung der unterschiedlich dicken Bleche über eine hohe Flexibilität. So ist das Plasmabrennschneiden bei Blechdicken bis 30 mm effektiv. Bei größeren Dicken ist das Autogen-Brennschneiden die bessere Alternative. Mit Hilfe der Sparschnitt- bzw. Gitterschnitttechnologie kann Teil an Teil platzsparend gebrannt werden. Mittels eines integrierten Kipptischs werden Kleinteile automatisch in einen ausziehbaren Gutteile-Behälter entsorgt.
Doppelter Durchsatz mit der KF 2512
Die größte Maschine der KF-Baureihe ist das Blechbearbeitungszentrum KF 2512. Damit können Bleche, Blechstreifen und Flachstähle für Kopf- und Fußplatten sowie Knotenbleche mit Maximalabmessungen von 2.500 mm (Breite) x 6.000 mm (Länge) x 60 mm (Dicke) bearbeitet werden. Die Fertigteile haben eine Größe von minimal 80 x 80 mm und maximal 2.500 x 2.000 mm. Im Vergleich zu anderen auf dem Markt erhältlichen Anlagen verfügt die KF 2512 nicht nur über einen, sondern wie eingangs erwähnt über zwei Bearbeitungsköpfe, die jeweils mit bis zu sechs Werkzeugen ausgestattet werden können. Auf diese Weise ermöglicht das Bearbeitungszentrum die Fertigung von zwei Teilen in einem einzigen Bohr-Brenn-Vorgang. Für die Unternehmen verdoppelt sich der Materialdurchsatz und die Kosten werden halbiert.
Einer der ersten Anwender des KF-2512-Blechbearbeitungszentrums ist Cleveland Bridge. Das weltweit tätige Stahlbauunternehmen setzt in seiner Niederlassung in Dubai mittlerweile drei Maschinen dieses Typs ein. Jährlich verarbeitet Cleveland Bridge hier rund 70.000 Tonnen Stahl – davon entfällt ein großer Teil auf die Kaltenbach-Maschinen. Durch den Einsatz der innovativen Platten-Brennbohr-Anlage realisiert der Stahlbauer heute eine schnelle Just-in-time-Belieferung seiner Kunden.
Die KF 1606 ist die jüngste Kaltenbach-Entwicklung im Bereich Blechbearbeitungszentren. Basierend auf dem Bearbeitungsprinzip des Vorgängermodells KF 1505 wurde die Maschine vollständig neu konzipiert und – genau wie das Modell KF 2512 – mit den neusten technischen Komponenten in den Bereichen Motoren und Steuerung ausgestattet. Auf der KF 1606 können Bleche bzw. Platten mit einer Breite von 220 mm bis 1.600 mm, einer Länge von 500 mm bis 6.000 mm und einer Dicke von 6 mm bis 60 mm bearbeitet werden. Die Fertigteile haben – genau wie bei der KF 2512 – eine Größe von minimal 80 x 80 mm bis maximal 1.600 x 2.000 mm. Im Vergleich zur KF 2512 verfügt die KF 1606 allerdings nur über eine Bohr-Brenn-Einheit mit sechs Werkzeugplätzen.
Innovative Materialmarkierung
Neben der konventionellen Materialmarkierung bietet KALTENBACH die Möglichkeit, das High-Speed-Contour-Marking-System in die KF-Bearbeitungszentren zu integrieren. Dabei werden mittels eines speziell konzipierten Hartmetallfräswerkzeugs – das ebenfalls im Werkzeugmagazin aufgenommen werden kann – Markierungen aller Art wie beispielsweise die Kontur eines Doppel-T-Trägers oder POS-Nummern-Informationen direkt aus der Software auf das zu bearbeitende Material aufgebracht. Im Vergleich zu ähnlichen auf dem Markt erhältlichen Systemen führt die Arbeit mit dem neuen Fräswerkzeug laut Kaltenbach zu einer Zeitersparnis von bis zu 80 Prozent. Darüber hinaus bringt das System die Markierungen mit einer Tiefe von bis zu 1 mm an, sodass diese auch bei späterer Materialbehandlung wie beispielsweise Grundierung oder Verzinken gut sichtbar bleiben.
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