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Neustart für ein Blechlager

11.08.2011: Stopa


Bei TROX, Technologieführer in der Lüftungs- und Klimatechnik, hat STOPA die Steuerung eines automatischen Blechlagers modernisiert. Als Vorteile nennt der Betreiber eine hohe Anlagenverfügbarkeit und eine gesicherte Versorgung der angebundenen Stanzmaschinen. Zudem arbeitet das System seit dem Retrofit produktiver – und es lässt sich komfortabler bedienen.

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Nach dem Retrofit der Lagersteuerung profitiert TROX u. a. von einer hohen Anlagenverfügbarkeit und einer gesicherten Versorgung der angebundenen Stanzmaschinen.

Nach dem Retrofit der Lagersteuerung profitiert TROX u. a. von einer hohen Anlagenverfügbarkeit...

Autor: Jürgen Warmbold / Freier Fachredakteur

Laut Aussage der Werkplanung hatte die TROX GmbH in ihrem Werk Neukirchen-Vluyn Probleme mit der alten Lagersteuerung – u. a. weil sie an ihre Leistungsgrenzen gestoßen ist. Außerdem war abzusehen, dass bald keine Ersatzteile mehr erhältlich sein würden. Folglich musste man handeln, um die Stanzmaschinen kontinuierlich mit Blechtafeln versorgen zu können.

Bedienkomfort und Transparenz erhöht

Die STOPA Anlagenbau GmbH & Co. KG, von der auch der Blechlagerturm stammt, hat im Rahmen des Retrofit die bislang verwendete ComCon-200-Steuerung inkl. ihres Bedienterminals gegen eine Realtime-Soft-SPS ausgetauscht, die in einen Industrie-PC integriert ist. Die neue Lagersteuerung kommuniziert über eine von STOPA entwickelte Schnittstelle mit dem Lagerverwaltungsrechner TRUMPF TC-Cell, dessen Software die Bestände und Blechdaten verwaltet und durch eine permanente Inventur jederzeit Einblick in die aktuellen Bestandsdaten ermöglicht.

An den Blechlagerturm sind drei Stanzmaschinen angebunden – zwei von ihnen mithilfe einer automatischen Handlingkomponente. Ein Mitarbeiter gibt über die Bedienoberfläche des TC-Cell-Servers gerade einen Stanzauftrag für eine automatisch angegliederte Maschine ein. Die Stanzanlage fordert das entsprechende Material aus dem Turm an, sobald der Auftrag per Knopfdruck freigegeben ist. Auslagerungen werden von der Maschinensteuerung veranlasst – ein Vorteil
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Durch das Retrofit der Steuerung wurde der Bedienkomfort und die Transparenz deutliche erhöht.

Durch das Retrofit der Steuerung wurde der Bedienkomfort und die Transparenz...

gegenüber früher, der die Arbeit des Bedieners deutlich vereinfacht. In diesem Punkt hat sich an der dritten Maschine, die TROX manuell oder über einen Schwenkkran beschickt, nichts geändert. Durch das Retrofit der Steuerung hat STOPA jedoch auch hier den Bedienkomfort und die Transparenz erhöht.

Besonders hervorzuheben ist ebenfalls, dass heute alle benötigten Ersatzteile zur Verfügung stehen. Ferner profitiert der Betreiber von geringeren Service- und Betriebskosten, besseren Diagnosefunktionen und von einer hohen Betriebs- bzw. Ausfallsicherheit, zu der gleichermaßen eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) beiträgt. Hinzu kommen eine stärkere Systemleistung und damit mehr Produktivität und Wirtschaftlichkeit.

Turm versorgt Stanzmaschinen

Die SPS steuert die Komponenten des seit 1999 eingesetzten Blechlagerturms – und der PC zeigt die Anlagenzustände an. Über PC und leicht verständliche Funktionstasten bedient TROX zudem das System. Den Status des Regalbediengeräts können die Mitarbeiter ständig in Klartext am 12-Zoll-TFT-Display des neuen, ergonomischen Bedienpults ablesen.

Die Lagerblöcke und das Regalbediengerät lassen sich auch grafisch visualisieren. Von der alten Steuerung sind ausschließlich der zum Datentransfer genutzte Interbus sowie die Ein- und Ausgangsmodule erhalten geblieben. Sollte an der neuen Steuerung einmal eine Störung auftreten, kann STOPA den Fehler vom eigenen Standort
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Von den Steuerungen der Stanzmaschinen, die über eine automatische Handlingkomponente an den Blechlagerturm angebunden sind, werden auch Aus- und Rücklagerungen veranlasst.

Von den Steuerungen der Stanzmaschinen, die über eine automatische Handlingkomponente...

aus, über die Fernwartungs-Software PC Anywhere und ein Modem, schnell und ökonomisch analysieren und beheben. Der Transportwagen des Lagerturms fährt jetzt eine mit Blechen beladene Systempalette zu einer Stanzmaschine. Er versorgt alle drei Stanzanlagen. Tafeln, die von den Maschinen angefordert werden und nicht im Turm liegen, lagert TROX zunächst ein. Das System arbeitet an fünf Tagen in der Woche, in zwei bis drei Schichten – manchmal sogar samstags.

In dem 4,25 m hohen, 6,6 m langen und 4,8 m breiten Lager, das über 25 Stellplätze verfügt, puffert TROX groß- und mittelformatige Tafeln sowie Fixmaßzuschnitte. Meist handelt es sich um verzinktes Material in Dicken von 0,7 – 1 mm, teilweise auch um Edelstahl. Die Systempaletten des Lagers tragen Bleche im Gewicht von bis zu 3.000 kg. Ihre max. nutzbare Fläche beträgt 1.500 x 3.000 mm, die Beladehöhe 130 mm.

Retrofit während der laufenden Produktion

Die Steuerung ist weitgehend Mitte September 2009 ausgetauscht worden – während der laufenden Produktion, an zwei bis drei Tagen. Der Betreiber hat sich auf das Retrofit vorbereitet, indem er Aufträge vorgezogen hat. Außerdem hat er an einem verlängerten Wochenende umstellen lassen. STOPA hat ebenfalls vorausgedacht und die neue Steuerung schon vorab, im Hinblick auf die anzugliedernden Maschinen, programmiert und gleichzeitig die notwendigen Sicherheitskreise integriert.

Darüber hinaus hat STOPA im Rahmen des Lieferumfangs die Komponenten montiert, den Schaltschrank neu verdrahtet, die modernisierte Steuerung
in Betrieb genommen und die Bediener geschult. Die betreffenden TROX-Mitarbeiter, für die es Änderungen in Bezug auf die Bedienoberfläche gegeben hat, kommen daher mühelos mit der Steuerung zurecht. Das Retrofit war für TROX ohne Alternative – die Investition in ein anderes System wäre nicht ökonomisch gewesen, weil die mechanischen Komponenten des Turms wesentlich länger laufen als die Steuerung. Da STOPA die Anlagensteuerung an den TC-Cell-Server angebunden hat, ist TROX zudem für die Zukunft gerüstet. Zumal jetzt ausreichend Kapazität vorhanden ist, um beispielsweise einen zweiten Lagerturm einschließlich Transportwagen, den das Unternehmen plant, automatisch verwalten zu können.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der Probleme mit der alten Steuerung war die Entscheidung für ein Retrofit weniger eine Frage der Wirtschaftlichkeit – es ging vielmehr darum, dass Ersatzteile verfügbar sind und dass TROX mit einem zukunftsfähigen System arbeitet. Diese Ziele hat das Unternehmen erreicht, denn STOPA hat das Lager wieder für eine lange Zeit fit gemacht.
Nach dem Retrofit der Lagersteuerung profitiert TROX u. a. von einer hohen Anlagenverfügbarkeit und einer gesicherten Versorgung der angebundenen Stanzmaschinen.
Durch das Retrofit der Steuerung wurde der Bedienkomfort und die Transparenz deutliche erhöht.
Von den Steuerungen der Stanzmaschinen, die über eine automatische Handlingkomponente an den Blechlagerturm angebunden sind, werden auch Aus- und Rücklagerungen veranlasst.

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Automatische Lagersysteme

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