Fachverlag x-technik
search
 

Schließen

PDF


Weltklasse unter sich

: Trumpf


Geht es um Beton-Schalungstechnik, so findet man einen der weltweit führenden Anbieter hierfür in Amstetten (NÖ) – die Doka Group. Anwender wissen seit jeher, dass sie sich ohne Bedenken nicht nur auf die hohe Qualität der Produkte des Familienbetriebes verlassen können – sie wissen auch das enorme Know-how, die professionellen Entscheidungshilfen wie auch den Ideen- und Erfahrungsreichtum der Doka-Fachleute zu schätzen. Kein Wunder, fertigt doch der Schalungstechniker seine dafür benötigten Schlüsselkomponenten mit hoher Fertigungstiefe selbst am heimischen Standort. Darüber hinaus gelten kontinuierliche Verbesserungen als ein absolutes Credo, um international konkurrenzfähig zu sein und zugleich den Standort Österreich zu sichern. So auch in der Sparte Metallbearbeitung, wo man seit kurzem in der Rohrbearbeitung auf einen ebenso weltweit führenden Spezialisten seiner Klasse setzt – nämlich auf Trumpf Maschinenbau. Autorin: Luzia Haunschmidt / x-technik

/xtredimg/2014/Blechtechnik/Ausgabe105/5926/web/Trumpf_TruLaser_Tube_7000.jpg
Einer der wichtigsten Arbeitgeber für die Region Amstetten ist die international tätige Umdasch Group. Mit ihren Unternehmen der Doka Group und der Umdasch Shopfitting Group beschäftigt sie derzeit weltweit mehr als 7.400 Mitarbeiter in über 70 Ländern an gut 160 Vertriebs- und Logistikstandorten, davon alleine in Amstetten und im nahegelegenen Werk St. Martin über 2.100 Mitarbeiter. Die Doka Group stellt dabei mit weltweit etwa 6.000 Mitarbeitern den größten Beschäftigungsanteil.

Lange Tradition mit hoher Fertigungstiefe

Dynamisch nach vorne gehen, nachhaltig wachsen und dabei immer die Sicherheit im Auge behalten – das Familienunternehmen Doka hat eine klare Strategie – sie hat Werte, Kraft und Antrieb mit dem Hintergrund einer sehr langen Tradition. 1868 wurde die heutige Doka als Zimmereibetrieb gegründet und 1956 wurden die ersten Schalungsplatten für den Kraftwerksbau produziert. Daraus entwickelte sich auch der Name Doka – Donaukraftwerk. Seit 1968 hat man die Kernkompetenz der Holzverarbeitung erweitert und eine eigene Metallverarbeitung aufgebaut.

Heute gibt es in Österreich zwei Produktionsstandorte mit einer Fläche von 360.000 m² in Amstetten und 250.000 m² in St. Martin. Im letzten Jahr hat man dabei rund 90.000 Tonnen Stahl verarbeitet. Für die Herstellung der unterschiedlichsten Schalungsprodukte kommen sämtliche metallbe- und verarbeitende Verfahren wie Sägen, Abstechen, Laserbearbeitung,
Stanzen, Biegen, Umformen, Gewinderollen, Zerspanen, Oberflächenveredelungen sowie Hand- und Roboterschweißen zur Anwendung.

Kontinuierliche Verbesserung ist Teil des Erfolges

Für die in der Schalungstechnik zu fertigenden Bauteile – z. B. Unterkonstruktionen aus Baustahl – waren bei der Doka Metallbau für die Rohrbearbeitung bis dato drei Maschinen mit unterschiedlichen Bearbeitungsmöglichkeiten wie Sägen, Fräsen, Stanzen und Bohren im Einsatz.

Was sich auf Dauer, bei den zusehends mehr vom Markt geforderten kleinen und mittleren Losgrößen, als unwirtschaftlich erwies. Somit entschloss man sich, sich nach einer effizienteren und flexibleren Bearbeitungsmöglichkeit umzusehen und wurde recht schnell bei einem der Weltbesten seiner Klasse fündig – nämlich bei Trumpf.

Effizientes Rohrschneiden im großen und kleinen Stil

„Wir haben uns für die TruLaser Tube von Trumpf entschieden, weil wir mit dieser wirtschaftlich und flexibel fertige Teile in einem Arbeitsschritt erzeugen können“, begründet Ignaz Mayrhofer, Fertigungsleiter bei der Doka Metallbau, die Entscheidung für die Rohrlaserbearbeitungsmaschine aus dem Hause Trumpf. Und Helmut Liendl, Produktionstechniker bei der Doka Metallbau, geht dazu ins Detail: „Für die Unterkonstruktionen unserer Schalungselemente
müssen wir viele unterschiedliche Teile – wie beispielsweise Rohre, C- und U-Profile – also offene Profile, in verschiedensten Ausführungen – fertigen können. Mit der TruLaser Tube 7000 können wir nun alle verschiedenen Bearbeitungsformen wie Trenn- und Gehrungsschnitte, Ausnehmungen und Durchdringungen, Formausschnitte in sämtlichen Varianten – egal ob an Rund- oder Formrohren – vornehmen. Und wie gesagt – alles geht in einem Arbeitsschritt!“.

Gemeisterte Herausforderungen

Wie bereits gesagt, bis dato wurden die Unterkonstruktionsteile in mehreren Arbeitsschritten auf drei verschiedenen Maschinen bearbeitet. „Das war mit einem gehörigen Arbeitsaufwand verbunden, denn manche Produkte mussten auf drei verschiedenen Maschinen zuerst gesägt, dann gefräst, in Folge gestanzt und noch gebohrt werden“, beklagt Mayrhofer den bisherigen enormen Arbeitsaufwand.

Und selbst diese einzelnen Arbeitsschritte hatten in ihrer Ausführung mit einigen lästigen und in Folge aufwendigen Tücken zu kämpfen. Beispielsweise erfolgte die Teilbearbeitung der offenen Profile nicht in der gewünschten hohen Qualität – also mussten Nachbearbeitungen erfolgen. Speziell die Trenn- und Gehrungsschnitte bei den C-Profilen waren sehr problematisch, da jedes einzelne Werkstück unterschiedliche Blechstärkenstellen von 10 bis 30 mm aufweisen kann.

Das war auch eine der Herausforderungen, welche die Doka-Mannschaft
/xtredimg/2014/Blechtechnik/Ausgabe105/5926/web/IMG_1994.jpg
Für kleinere Losgrößen und Sonderprofile ist die einschwenkbare Förderstrecke der TruLaser Tube 7000 von hohem Nutzen. (Bild x-technik)

Für kleinere Losgrößen und Sonderprofile ist die einschwenkbare Förderstrecke...

der Trumpf-Maschine abverlangte. Denn die Werkstückbearbeitung mittels Laser bedarf grundsätzlich einer durchgängig gleichbleibenden Blechstärke jedes Teils. Doch selbst diese Aufgabe wurde schnell gelöst …

Auch auf knifflige Fälle spezialisiert: Software TruTops

Auch zur Programmierung der Steuerung der TruLaser Tube setzt die Doka Metallbau auf das Programmiersystem des Maschinenbauers. „Mit der Software TruTops von Trumpf ist die optimale Abstimmung zwischen CAD-Planungen, Steuerung und Maschine garantiert. Die unterschiedlichen Materialstärken und Geometrien eines Werkstückes berücksichtigen wir gleich in deren CAD-Entwurf, die Steuerung übernimmt dann die Materialstärken und Teilegeometrien aus dem Produktdatenmanagement und wird entsprechend den unterschiedlichen Spezifikationen eines Profils programmiert. So lassen sich auch diese bis dato schwierigen Prozessaufgaben sicher und schnell abarbeiten und Ausschuss wie Materialbedarf werden auf ein Minimum reduziert“, erklärt Helmut Liendl die Lösung.

Benefits, die nicht nur die Kosten senken …

Durch den Einsatz der TruLaser Tube 7000 konnten aber noch etliche weitere sehr effiziente Benefits gewonnen werden: „Nebst der Ersparnis von zwei weiteren Bearbeitungsmaschinen, welche ja auch ihren Platz in der Werkshalle benötigten, haben wir natürlich nun auch kürzere Durchlaufzeiten der einzelnen Fertigungsschritte und
/xtredimg/2014/Blechtechnik/Ausgabe105/5926/web/IMG_2002.jpg
Für die flotte Bewerkstelligung rasch wechselnder Arbeitsaufträge sorgt eine automatische Beladeeinrichtung um das Material schnellstmöglich der Maschine zuführen zu können. (Bild x-technik)

Für die flotte Bewerkstelligung rasch wechselnder Arbeitsaufträge sorgt eine...

sind damit nicht nur flexibler in der Auftragsabwicklung, sondern auch in der Bearbeitungsart der Teile selbst“, freut sich Mayrhofer sichtlich.

Zur raschen Durchlaufzeit der Fertigungsschritte trägt natürlich auch das einmalige Rüstkonzept für die Werkzeuge der TruLaser Tube bei – die Werkzeugrüstung für Standardkomponenten erfordert keinerlei Aufwand und für besondere Komponenten – wie Träger, U-Profile oder Sonderprofile (z. B. Rahmenschalungen) – erfolgt der Werkzeugwechsel im Eilzugstempo.

Für die flotte Bewerkstelligung rasch wechselnder Arbeitsaufträge sorgt einerseits eine automatische Beladeeinrichtung um das Material schnellstmöglich der Maschine zuführen zu können. Andererseits übernimmt eine äußerst flexible Ausschleusstation die Sortierung der fertig bearbeiteten Teile. Keine Frage – die Beladeeinrichtung wie auch die Ausschleusstation stammen natürlich ebenso von Trumpf. Doch all dem nicht genug: „Auch die bisher notwendigen Zwischenlager fallen weg und als Krönung erfolgt die Teilebearbeitung in so hoher Genauigkeit, dass eine Nachbearbeitung nicht nötig ist“, lobt Mayrhofer weiter die Vorteile, die ihnen die Maschine bringt.

Alles ist möglich am Rohr …

Denn mittels der TruLaser Tube 7000 ist man nun in der Lage ein breites Teilespektrum in der Bearbeitung von komplexen Rohrkonstruktionen abzudecken. Die flexible Highend-Maschine erschließt neue Applikationsmöglichkeiten beim Laser-Rohrschneiden wie Trenn- und Gehrungsschnitte, Ausnehmungen und Durchdringungen, Formausschnitte
in allen Varianten an Rund- und Formrohren in Baustahl, Alu oder Niromaterialien. Die TruLaser Tube 7000 schneidet ohne Produktionseinbußen Rohre und Profile von bis zu 250 mm Durchmesser und Wanddicken bis zu 10 mm bei Baustahl – das nennt sich Rohrschneiden im XXL-Format! Selbst Schrägschnitte bis 45 Grad schafft das Maschinentalent mit hoher Schneidgeschwindigkeit und in hervorragender Qualität – sämtliche bisher notwendigen Teilenachbearbeitungen gehören bei der Doka Metallbau nun der Vergangenheit an.

Und wie sich die Auftragslage nun mal in sämtlichen Branchen mehr und mehr in Richtung kleiner und mittlerer Losgrößen entwickelt, so reagierte man bei Doka darauf folgerichtig: „Mit der TruLaser Tube 7000 an der Basis, stellt dies kein Problem dar – selbst die Fertigung kleiner Losgrößen ist mit minimalen Nebenzeiten locker zu bewältigen“, schmunzelt Liendl zufrieden und Mayrhofer nickt zustimmend und sieht zukünftigen Aufträgen – und seien dies noch so herausfordernd – locker entgegen.

Für kleinere Losgrößen und Sonderprofile ist die einschwenkbare Förderstrecke der TruLaser Tube 7000 von hohem Nutzen. (Bild x-technik)
Für die flotte Bewerkstelligung rasch wechselnder Arbeitsaufträge sorgt eine automatische Beladeeinrichtung um das Material schnellstmöglich der Maschine zuführen zu können. (Bild x-technik)
Die Ausschleusstation entlädt die bearbeiteten Teile via Bandtisch und befördert Materialreste direkt in die Auffangbox. (Bilder x-technik)
Bearbeitete Doka-Teile / Profile von der TruLaser Tube 7000. (Bild x-technik)
Von links: Ignaz Mayrhofer, Fertigungsleiter bei Doka Metallbau; Gerhard Karner, Direktor Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung der TRUMPF Maschinen Austria GmbH und Helmut Liendl, Produktionstechniker und Projektleiter für die TruLaser Tube 7000 bei Doka Metallbau. (Bild x-technik)
Einschulung eines Doka-Mitarbeiters an der Steuerung der TruLaser Tube 7000.
Mit qualitativ herausragenden Schrägschnitten bis zu einem Winkel von 45 Grad eröffnet die TruLaser Tube 7000 vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. (Bild: TRUMPF)
Ausnehmungen und Durchdringungen, Formausschnitte in allen Varianten an Rund- und Formrohren in Baustahl, Alu oder Niromaterialien sind für die TruLaser Tube 7000 kein Problem. (Bild. TRUMPF)
Mit 426 m wird der 432 Park Avenue Tower in New York das höchste Wohngebäude der westlichen Hemisphäre. An der Außenwand transportiert die Selbstkletterschalung Xclimb 60 von Doka Metallbau eine laut Kundenanforderung maßgeschneiderte Stahl-Sonderschalung. (Bild: Doka)


Zum Firmenprofil >>


Bericht in folgender Kategorie:
Laser-Rohrschneidanlagen

Special EuroBLECH

105000.jpg Im Mittelpunkt der weltweit größten Fachmesse für diesen Industriezweig stehen wegweisende Technologien für die Zukunft der Blechbearbeitung. Gezeigt werden unter anderem hochentwickelte Fertigungsprozesse sowie intelligente Lösungen für eine energieeffiziente Produktion.
mehr lesen >>

Im Gespräch

/xtredimg/2019/Blechtechnik/Ausgabe268/20190/web/Track_and_Trace.jpgDigitalisierung als große Chance
5G und künstliche Intelligenz – wo stehen wir heute und was kommt morgen? Heinz-Jürgen Prokop, Chief Executive Officer Machine Tools bei Trumpf, schildert im Interview, wie sich Blechfertiger auf die vernetzte Zukunft vorbereiten können.
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren