Fachverlag x-technik
search
 

Schließen


Plane Blechzuschnitte als Fundament

: Alfred Wagner


Die Lehmer Maschinentechnik GmbH ist ein zuverlässiger Partner für den modernen Maschinen- und Anlagenbau. Bei der Tischplattenfertigung für Anlagen in der Lebensmittelindustrie vertraut der Lohnfertiger seit Herbst 2015 auf die hohe Qualität der Blechzuschnitte von Wagner Stahl-Technik. Zudem wird bei der Fertigung von Rammpfählen für die Deutsche Bahn ebenfalls Material des Paschinger Stahlexperten verarbeitet. Autor: Ing. Norbert Novotny / x-technik

/xtredimg/2016/Blechtechnik/Ausgabe172/9473/web/WagnerStahl_0022.jpg
Das wohl wichtigste Kriterium, die hohen Anforderungen von Lehmer zu erfüllen, ist die Richtbank im Maschinenpark von Wagner. (Bilder: Wagner)

Das wohl wichtigste Kriterium, die hohen Anforderungen von Lehmer zu erfüllen,...

Zum Produktionsspektrum der Lehmer Maschinentechnik GmbH aus Bruck in der Oberpfalz (D) gesellen sich neben dem Maschinenbau beispielsweise für die Lebensmittelindustrie auch die Fördertechnik und die Fertigung von Komponenten für regenerative Energieanlagen. Kreative Ideen und eine effiziente Produktionstechnik sind dabei die Stärken des Systemlieferanten aus Bayern. „Von jeher legen wir größten Wert darauf, unsere Produktionssysteme stets auf dem neuesten Stand zu halten. Ob beim Laserschneiden, Abkanten und Schweißen oder auch beim Fräsen und Bohren – moderne Anlagen helfen uns, zu fairen Preisen hohe Qualität zu produzieren und gleichzeitig sinnvoll zu rationalisieren“, betont Stefan Teufel, Geschäftsführer bei Lehmer. Da man über zwei Rohrlaserschneidanlagen verfügt, gehört seit vier Jahren auch die Rohrbearbeitung zu den Kernkompetenzen des Unternehmens.

Der Fokus liegt daher immer in der Fertigung von kompletten Baugruppen, bei der das gesamte Know-how der Oberpfälzer ins Spiel gebracht werden kann. So auch bei der Tischplattenfertigung für einen führenden, deutschen Anlagenbauer für die Lebensmittelindustrie. „Diese Tischplatten inklusive Unterkonstruktion bilden das Fundament aller Anlagen dieses Kunden – wie beispielsweise Abfüllanlagen, Verpackungsanlagen oder Etikettiermaschinen “, so Teufel.

Wagner erfüllt Qualitätsanforderungen

Basis dieser Baugruppe bildet eine Platte aus 40 mm starkem Blech. Damit der Kunde von Lehmer auf dieser Konstruktion die nötigen Apparaturen für jede seiner Anlagen problemlos aufbauen kann, müssen die dafür benötigten Brennzuschnitte absolut plan sein. Dies
/xtredimg/2016/Blechtechnik/Ausgabe172/9473/web/WagnerStahl_0042.jpg
Dank der Richtbank mit 400 Tonnen Presskraft kann Wagner einwandfreie, plane Brennzuschnitte garantieren.

Dank der Richtbank mit 400 Tonnen Presskraft kann Wagner einwandfreie, plane...

sind Anforderungen, die nicht ohne weiteres erfüllt werden können. „Mit Wagner haben wir nun einen starken Partner gefunden, der unsere Anfoderungen bei Brennzuschnitten mehr als erfüllt“, zeigt sich der Geschäftsführer zufrieden.

Schon von den ersten Probelieferungen im Herbst 2015 war man bei Lehmer absolut überzeugt. Daher liefert Wagner seit Februar zweimal wöchentlich das Rohmaterial für die Tischplattenfertigung, in den Abmessungen von 1.440 x 2.000 mm bis zu 3.640 x 4.000 mm.

Modernstes Zuschnitt-Center

Warum die Paschinger Stahlprofis eine derart hohe Qualität gewährleisten können, begründet Norbert Häupler, Geschäftsführer bei Wagner, so: „Mit unserem Produktionsbereich verfügen wir überregional über eines der modernsten Zentren für Brennzuschnitte und die finaltechnische Bearbeitung von schweren Blechen. Wir verarbeiten auf insgesamt sieben Plasma- und Autogenbrennschneidanlagen monatlich mehr als 1.000 Tonnen Material von 3 bis 300 mm. Daher verfügen unsere Mitarbeiter über sehr viel Erfahrung.“

Selbstverständlich ist qualitativ hochwertiges Rohmaterial Grundbedingung. Deshalb beschäftigen sich Mitarbeiter von Wagner intensiv mit metallurgischer Prüfung. „Qualitätsnachweise sind für uns unabdingbar. Wir sind nach ISO 9712 zertifiziert, um Material bzw. unsere
/xtredimg/2016/Blechtechnik/Ausgabe172/9473/web/WagnerStahl_0062.jpg
gefertigten Teile mittels Ultraschall auf Mängel zu prüfen“, so Häupler.

Einwandfreie, plane Blechzuschnitte

Das wohl wichtigste Kriterium, die hohen Anforderungen von Lehmer zu erfüllen, ist jedoch die Richtbank im Maschinenpark von Wagner. „Mit 400 Tonnen Presskraft erreichen wir bei unseren Brennzuschnitten bis zu einer Bauteilgröße von 4 x 2,5 Metern einwandfreie, plane Oberflächen“, weiß der Geschäftsführer der Paschinger.

Da zur Fertigung der kompletten Tischplatte die einzelnen Brennzuschnitte bei Lehmer noch UP(Unterpulver)-verschweißt werden, müssen die Teile gefast geliefert werden. „Da zwei unserer Brennschneidanlagen mit jeweils einem 3D-Fasenkopfaggregat ausgestattet sind, können wir Lehmer auch diesen Wunsch erfüllen“, meint Häupler, der noch ergänzt: „Wir arbeiten mit der Zielsetzung, jede Aufgabenstellung unserer Kunden durch den intelligenten und effizienten Einsatz unserer modernen und leistungsstarken Produktionsanlagen bestmöglich umzusetzen.“

Der durch das UP-Schweißen neu entstandene Verzug, wird durch Flammrichten wieder beseitigt. Damit kein Rost entstehen kann, werden die Stahlplatten gestrahlt und grundiert. Die Fertigstellung der Tischplatte dauert rund zwei Tage. Nachdem anschließend je nach Variante unterschiedliche Stahlbleche aufgeschweißt werden, kommt die Baugruppe zur Finalisierung noch in die mechanische Fertigung.

Zusammenarbeit ausgebaut

Da es seit Beginn der Zusammenarbeit mit Wagner keine einzige Reklamation gegeben hat, entschieden sich die Verantwortlichen von Lehmer, auch in einem anderen Produktionsbereich auf Material der Österreicher zu setzen. „Neben der hohen Qualität und Liefertreue ist die überaus unkomplizierte und problemlose Auftragsabwicklung ein Grund, weshalb wir mit Wagner langfristig und verstärkt zusammenarbeiten wollen“, ist Teufel voll des Lobes. So verwendet Lehmer zur Fertigung von sogenannten Rammpfählen (Anm.: siehe Infokasten) für die Deutsche Bahn seit kurzem Zuschnitte aus Pasching. Dabei werden einige Meter lange Blechstreifen von Wagner mittels einer UP-Schweißanlage zu einer Art Doppel-T-Träger verschweißt.

Norbert Häupler ist begeistert von der ausgezeichnet funktionierenden Partnerschaft, sieht aber noch großes Potenzial in einer Ausweitung der Zusammenarbeit. Genauso sieht es Stefan Teufel, der abschließend meint: „Gemeinsam haben wir ein Fundament geschaffen, auf das wir jetzt aufbauen können.“

Das wohl wichtigste Kriterium, die hohen Anforderungen von Lehmer zu erfüllen, ist die Richtbank im Maschinenpark von Wagner. (Bilder: Wagner)
Dank der Richtbank mit 400 Tonnen Presskraft kann Wagner einwandfreie, plane Brennzuschnitte garantieren.
Da zur Fertigung der kompletten Tischplatte die einzelnen Brennzuschnitte bei Lehmer noch UP(Unterpulver)-verschweißt werden, müssen die Teile gefast geliefert werden. (Bilder: x-technik)
Auf insgesamt sieben Plasma- und Autogenbrennschneidanlagen werden im Wagner-Zuschnittcenter monatlich mehr als 1.000 Tonnen Material von 3 bis 300 mm verarbeitet. (Bilder: Wagner)
Qualitätsnachweis: Nach ISO 9712 zertifiziert werden bei Wagner Material bzw. gefertigte Teile mittels Ultraschall auf Mängel geprüft. (Bild: Wagner)
Auf Wunsch werden die Teile bei Wagner auch gefast. (Bild: Wagner)
Der UP-Schweißautomat für die Rammpfähle schweißt mit 600 A und einer Geschwindigkeit von 500 mm pro Minute, mit 3 mm Einbrand. (Bilder: Lehmer)
Das Fundament für eine langfristige Zusammenarbeit ist gelegt (v.l.n.r.): Michael Sturm, Franz Xaver Windl, Rudolf Stangl, Stefan Teufel (alle Lehmer) und Norbert Häupler (Wagner). (Bild: x-technik)


Zum Firmenprofil >>



QR code

Special SCHWEISSEN & SCHNEIDEN

sus_logo.jpg Die Internationale Fachmesse SCHWEISSEN & SCHNEIDEN bietet wieder ein lückenloses Angebot auf höchstem qualitativem Niveau und deckt mit attraktiven Rahmenveranstaltungen alle Aspekte der Branche ab. Kein anderes Branchenereignis kann sich in qualitativer oder quantitativer Hinsicht mit der SCHWEISSEN & SCHNEIDEN messen. Der Slogan "No.1 in the World" bedeutet, eine Weltmarke hautnah zu erleben. Daher nutzten die Aussteller die weltweite Leitmesse, um ihre wichtigsten Innovationen im richtigen Umfeld zu präsentieren, und entwickelten vielfach ihre Produkte genau auf diesen Termin hin.
mehr lesen >>

Im Gespräch

/xtredimg/2016/Blechtechnik/Ausgabe174/9415/web/Bystronic_Foto_3_Original.jpgVon der Maschine zum intelligenten Prozess
Auf den Einsatz von Smartphones und digitalen Anwendungen haben wir uns im Alltag weitreichend eingelassen. Mit Industrie 4.0 wächst nun ein Trend, der die Digitalisierung auch in industriellen Bereichen vorantreibt. Bystronic Entwicklungschef Dr. Jürgen Hohnhaus, CTO und Member of Management Committee, Bystronic Group, spricht im Interview über den Nutzen und die Vision dieser Entwicklung.
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren